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Wüst im Gespräch mit Bürgerinitiativen

Geothermie in der Südpfalz


(c)Brunner/PIXELIO

Wüst traf sich zu Gesprächen mit der "Bürgerinitiative Geothermie Steinweiler e.V.". Bei der Infoveranstaltung stellt der Vorstand sehr eindrucksvoll die Risiken dieser als risikofrei geltenden Technologie dar.

"Es ist sehr klar geworden, dass die Menschen hier aus Angst und Sorge um Ihre Heimat massive Vorbehalte gegen die Geothermieprojekte in unserer Region haben. Das kann ich gut verstehen", so Wüst.

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11 Fragen - 11 Antworten

Fragen an den Kandidaten Sebastian Wüst

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Sebastian Wüst (26) ist seit acht Jahren Mitglied bei den Freien Demokraten. Der gebürtige Rohrbacher studierte in Rostock und Mainz Rechtswissenschaften und wohnt nun seit Jahresbeginn in Annweiler. Wüst wirbt in seiner Bewerbungsrede für einen offenen und fairen Dialog. "Wir müssen auf alle zugehen die politisch interessiert sind. Und alle anderen müssen wir für Politik begeistern", bringt Wüst seine Kampagne auf den Punkt. Die Mitglieder stimmten bei seiner Nominierung einstimmig für Wüsts Kandidatur. "Sebastian Wüst ist hier verwurzelt. Er kommt von hier und er gehört hier her. Ich bin sicher, dass er die Menschen hier begeistern wird", resümiert der Stellv. Kreisvorsitzende Bernd Kost.


Warum kandidieren Sie?

 Politik ist immer der Wunsch nach aktiver Gestaltung. Und eine Kandidatur gibt die Möglichkeit in kurzer Zeit sehr viele Dinge anzustoßen. Mein Ziel ist es, genau das zu tun. Dinge anzusprechen, anzupacken und zu bewegen. Deswegen kandidiere ich.

Was sind Ihre politischen Ziele speziell für Ihren Wahlkreis?

Die Südliche Weinstraße ist eine wundervolle Region. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Heimat und genießen das Leben in dieser mediterranen Gegend Deutschlands. Hier zu leben ist eine Lebenseinstellung. Ich möchte, dass dieses Flair erhalten bleibt. Ich möchte, dass die besten Schulen im Land in unserem Kreis sind und dafür muss die Landespolitik die Weichen stellen. Schulen brauchen die Chance sich weitestgehend selbst zu verwalten und selbst zu gestalten. Ich habe selbst erfahren, wie gewinnbringend eine von Motivation und Engagement getragene Schulgemeinschaft für jeden Beteiligten ist.

Über welche politische Veränderung würden Sie sich am meisten freuen?

Ich erlebe oft den großen Unterschied zwischen politischem Anspruch und politischer Wirklichkeit. Politiker halten sich für bürgernäher und Bürger zuweilen für besser informiert als sie sind. Am meisten würde ich mich vermutlich darüber freuen, wenn es einen offenen und fairen Dialog miteinander gäbe. Das können wir dann erreichen, wenn sich Parteien Zeit für die Bürger nehmen würden und Bürger die Zeit für Parteien übrig hätten.

Was ist für Sie Heimat?

Heimat besteht für mich aus zwei Teilen. Zum einen ein Gefühl, das man im Herzen trägt. Und zum anderen aus einem Umfeld, dass diesem Gefühl entspricht. Ich liebe es, das Leben hier zu genießen. In den Gärten wachsen Zitrusfrüchte, den Wein kauft man beim Nachbarwinzer und auf dem Weg zur Arbeit, zum Verein oder zum Einkaufen trifft man Freunde und Bekannte auf der Straße. Straßencafés und Biergärten sind hier niemals leer. Arbeit und Lebensfreude schließen sich hier nicht aus. Sie bedingen einander. Das finde ich schön. In solch einem Umfeld fühle ich mich wohl. Und das ist für mich Heimat.

Warum sind Sie politisch aktiv?

Weil Politik eine Möglichkeit ist, sich einzubringen und zu engagieren. Ich mache Vereinsarbeit und engagiere mich auch sonst. Aber mein Herz schlägt in der Politik. Weil ich nirgendwo sonst, mit meinem Engagement auf so viel Resonanz stoße und so viele Veränderungen anstoßen kann wie hier.

Welches ist für Sie die größte politische oder gesellschaftliche Errungenschaft?

Die größte Errungenschaft unserer neueren Geschichte sind die Grundrechte im Grundgesetz. Sie verkörpern das, was Liberalen von Natur aus am Herzen liegt. Ich bewundere Menschen die unter Einsatz Ihrer Freiheit und ihres Lebens genau für diese gestritten haben. Unser gesamtes Staats- und Rechtssystem ruht auf diesen Säulen. Wenn sich jemals bürgerliches Engagement auf deutschem Boden gelohnt hat, dann das der Bürgerinnen und Bürger die für Einigkeit, Recht und Freiheit gestritten haben und damit Vorboten unserer Grundrechte waren.

Was heißt für Sie liberal denken und handeln?

Liberal denken und handeln heißt für mich sich immer wieder klar zu machen, dass man nur seine Wertung von "richtig" oder "falsch" kennt; dass man selbst niemals frei von Fehlern sein wird und dass man niemals glauben darf, das Leben der anderen besser zu kennen als sie es selbst tun. Für Liberale ist die Freiheit das höchste Gebot. Wir verknüpfen dies mit dem Begriff der "Verantwortung". Zum einen für sich selbst, zum anderen aber auch für das Umfeld. Liberale haben ein anderes Menschenbild. Wir glauben, dass Menschen selbst am besten wissen, was sie brauchen und dass die Politik und der Staat nur "Mittel zum Zweck" ist. Nämlich um Aufgaben zu organisieren, die alleine nicht zu lösen sind.

Was motiviert Sie politisch zu arbeiten?

Die Chance die Dinge zu verbessern.

Wofür lohnt es sich zu kämpfen?

Für Familie, Freiheit und Gerechtigkeit.

Wer ist Ihr politisches Vorbild?

Ich habe ein politisches Leitbild. Und das wird gezeichnet von den Politikern die offen und aufrichtig durch das Land ziehen und für ihre Meinung werben und streiten.

Worüber haben Sie sich in den vergangenen vier Jahren politisch gefreut?

Über den Machtwechsel in den USA und der damit bislang verbundenen Politik des Dialogs und des militärischen Rückzugs. Die USA haben sich in unserer Wahrnehmung allzu oft als "Weltpolizei" profiliert. Unsere Welt braucht starke Vereinte Nationen die Völkerrechtsbrüche kategorisch und entschieden bekämpfen. Die Position der UN ist in meinen Augen deutlich gestärkt.

Was ärgert Sie in der Politik?

Unsachlichkeit. Unehrlichkeit. Besserwisserei.


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Sonntag, 5. September 2010